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Ubisoft streicht rund 100 Stellen in Düsseldorf, Mainz und Berlin
Bild: Artwork von Anno 117
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Ubisoft streicht rund 100 Stellen in Düsseldorf, Mainz und Berlin

Betroffen sind auch die Anno-Entwickler in Mainz. Ubisoft bestätigt nur Gespräche über ein Freiwilligenprogramm, das Trials-Studio RedLynx soll schließen.

von AdminCut

Ubisoft baut in Deutschland erneut Stellen ab. Nach einem Bericht von Game File sollen rund 100 der zuletzt etwa 580 Arbeitsplätze an den drei deutschen Standorten von Ubisoft Blue Byte wegfallen. Ubisoft bestätigte am 15. Oktober Verhandlungen mit den Betriebsräten über ein Freiwilligenprogramm, nannte aber keine Zahl. Eine Einigung gibt es noch nicht.

Der Schwerpunkt liegt in Düsseldorf. Dort arbeiten über 300 Menschen, unter anderem an Rainbow Six Siege und Rayman Legends Retold. In Mainz entwickeln 165 Beschäftigte die Anno-Reihe, zuletzt Anno 117: Pax Romana. Der Standort in Berlin hat rund 100 Mitarbeiter.

Manager Benedikt Grindel kündigte in einer internen Mail einen „klareren Fokus auf die Rolle, die Fähigkeiten und die organisatorische Aufstellung“ an. Zu den Bedingungen einer Abfindung kursieren verschiedene Zahlen, bestätigt ist keine davon.

Der Abbau gehört zu einem weltweiten Sparprogramm. Das finnische Studio RedLynx, bekannt für die Trials-Reihe, soll geschlossen werden, bei Ubisoft Singapur stehen 70 Stellen zur Disposition. In Deutschland hatte Ubisoft bereits Anfang 2025 Stellen gestrichen.

Ubisoft ist in dieser Woche nicht der einzige Fall in Deutschland. Fishlabs in Hamburg, eine Tochter des Münchner Publishers Plaion und damit Teil der Embracer Group, hat laut GamesWirtschaft 17 Stellen abgebaut. Studioleiter Angelo Bod nannte die Betroffenen nach Bereichen, von Grafik bis Programmierung. Fishlabs begründet den Schritt mit geänderten Projektanforderungen.

Für die Branche in Deutschland ist die Ubisoft-Nachricht die schwerere. Mit zuletzt rund 580 Beschäftigten ist Blue Byte einer der großen Arbeitgeber der deutschen Spieleentwicklung, und die Mainzer Anno-Entwicklung gehört zu den Projekten, die der Bund über die Games-Förderung mit mehr als sechs Millionen Euro unterstützt hat. Wenn ein gefördertes Studio danach Personal abbaut, wird die Frage lauter, woran die Förderung geknüpft sein sollte.

Für die Beschäftigten ist es zugleich der erste große Test für ihre Betriebsräte. Die gibt es an allen drei deutschen Standorten erst seit dem vergangenen Jahr. Über das Freiwilligenprogramm verhandelt Ubisoft jetzt mit ihnen und nicht an ihnen vorbei.

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