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Ubisoft Mainz streicht Homeoffice, Verdi protestiert
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Ubisoft Mainz streicht Homeoffice, Verdi protestiert

Seit dem 1. Oktober gilt Büropflicht. Beschäftigte und Gewerkschaft fordern einen Tarifvertrag, der Kosten und Arbeitsschutz im Homeoffice regelt.

von AdminCut

Ubisoft hat das Homeoffice im Studio Mainz zum 1. Oktober abgeschafft. Beschäftigte und die Gewerkschaft Verdi protestierten dagegen vor dem Standort in der Römer-Passage.

Die Regel kommt aus der Konzernzentrale. Ubisoft hatte Anfang des Jahres angekündigt, dass Beschäftigte weltweit fünf Tage pro Woche im Büro arbeiten sollen; eine begrenzte Zahl von Homeoffice-Tagen im Jahr bleibt möglich. Mainz setzt das nun um. Die Ankündigung kam damals zusammen mit Stellenstreichungen und eingestellten Titeln, wie Deadline berichtete. Verdi hält dagegen, dass die erfolgreichen Spiele der vergangenen Jahre mit flexiblen Arbeitsmodellen entstanden seien und die Präsenzpflicht diese Erfahrung ignoriere.

In Mainz arbeiten mehr als 160 Menschen, in ganz Deutschland über 700. Das Studio arbeitet laut GamesWirtschaft mehrheitlich an Anno 117: Pax Romana und ist an Beyond Good & Evil 2 sowie Rainbow Six Siege beteiligt.

Verdi fordert einen Tarifvertrag. Er soll unter anderem die Kosten für Hardware, Strom und Internet sowie Arbeitsschutz und Erreichbarkeit regeln. Nur ein Tarifvertrag könne Homeoffice verlässlich sichern und vor einseitigen Entscheidungen der Unternehmensleitung schützen, argumentiert die Gewerkschaft. Verdi-Gewerkschaftssekretär Holger Meuler sagte: „Anwesenheit allein macht weder ein gutes Spiel noch gute Zusammenarbeit aus.“ Die Gewerkschaft warnt vor dem Weggang von Fachkräften und verweist auf Beschäftigte, die Angehörige pflegen, lange pendeln oder Kinder betreuen.

Eine Stellungnahme von Ubisoft lag GamesWirtschaft zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.

Mit der Forderung verschiebt sich der Streit. Die Regel selbst hat der Konzern gesetzt und im Januar verkündet. In Mainz geht es jetzt darum, ob sich Homeoffice per Tarifvertrag zurückholen lässt. Ob Ubisoft darauf eingeht, ist offen.

Quellen

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