
Saudi-Arabien erwägt laut Bericht die Fusion von EA und Savvy
Fünf Wochen nach Abschluss der 55-Milliarden-Übernahme prüft der Staatsfonds offenbar den nächsten Schritt. Entschieden ist nichts.
von AdminCut
Der saudische Staatsfonds PIF erwägt laut einem Bericht von Bloomberg, Electronic Arts mit der Savvy Games Group zusammenzulegen. Entschieden ist nichts; dem Bericht zufolge soll ein solcher Schritt ohnehin nicht vor dem Abschluss der sechs Milliarden Dollar schweren Übernahme des chinesischen Mobilanbieters Moonton erfolgen.
Belegt ist dagegen die Ausgangslage. Die Übernahme von Electronic Arts für 55 Milliarden Dollar wurde am 4. August 2026 abgeschlossen – das haben EA und der PIF jeweils selbst mitgeteilt. Der Fonds hält seither 93,4 Prozent, Silver Lake 5,5 und Affinity Partners 1,1. Es ist der größte fremdfinanzierte Unternehmenskauf, den es bislang gegeben hat.
Savvy Games gehört ebenfalls zum PIF und ist dessen Spiele-Arm mit Sitz in Riad.
Entstünde die Fusion, stünden Battlefield, EA Sports FC, Madden und Pokémon Go unter einem Dach.
Der Zeitpunkt sagt dabei mehr als der Plan selbst. Fünf Wochen nach Abschluss eines Kaufs dieser Größe über die nächste Umstrukturierung nachzudenken, ist ungewöhnlich früh – es deutet darauf hin, dass die Übernahme nie als Endpunkt gedacht war, sondern als Baustein.
Savvy selbst ist dabei noch mit dem Verdauen beschäftigt. Die Übernahme des chinesischen Mobilanbieters Moonton ist nicht abgeschlossen – und sechs Milliarden Dollar sind auch für einen Staatsfonds keine Randnotiz. Erst danach, so der Bericht, wäre eine Zusammenlegung überhaupt ein Thema.
Für Spielende ändert sich kurzfristig nichts, und das ist die ehrliche Auskunft. Konzernstrukturen wirken sich auf Spiele erst aus, wenn Studios zusammengelegt oder Projekte gestrichen werden, und beides braucht Jahre. Bemerkenswert ist der Vorgang trotzdem: Die Branche hat sich in drei Jahren von einem Markt mit vielen mittelgroßen Publishern zu einem mit einer Handvoll Eigentümern entwickelt.
Der PIF hat sich zu dem Bericht nicht geäußert.