Zum Inhalt springen
Sony stoppt den Fan-Multiplayer zu The Last of Us Part II
Bild: computerbase.de
Nachricht

Sony stoppt den Fan-Multiplayer zu The Last of Us Part II

Die Mod war kurz vor der Veröffentlichung, mit Matchmaking und Loadouts. Ein Brief des Publishers beendete das Projekt.

von AdminCut

Eine Multiplayer-Mod für The Last of Us Part II Remastered wird nicht erscheinen. Der Entwickler, der unter dem Namen Speclizer arbeitet, hat das Projekt nach einem Schreiben von Sony Interactive Entertainment eingestellt. Betroffen war die PC-Fassung des Spiels, entwickelt hat es Naughty Dog.

Gearbeitet hatte Speclizer daran seit Januar. Die Veröffentlichung war für September geplant, und die Mod war weit gediehen: Matches liefen, es gab Matchmaking und Loadouts. Als Vorbild diente der Factions-Modus aus dem ersten Teil.

Das ist der zweite Mehrspielermodus zu The Last of Us, der die Spieler nicht erreicht.

Naughty Dog hatte jahrelang an The Last of Us Online gearbeitet, einem eigenständigen Mehrspieler-Titel mit erheblichen Mitteln, und stellte ihn im Dezember 2023 ein. Seitdem gibt es zu einer Reihe, deren erster Teil einen beliebten Mehrspielermodus hatte, keinen mehr – und jetzt auch keinen von außen.

Der Zeitpunkt ist dabei der unangenehme Teil. Ein Schreiben im Januar hätte acht Monate Arbeit erspart; eines im September trifft ein fertiges Projekt. Dass ein Publisher erst reagiert, wenn ein Veröffentlichungstermin im Raum steht, ist verbreitet – es ist der Moment, in dem eine Mod aus dem Bastelkeller heraustritt und sichtbar wird.

Rechtlich steht Sony auf sicherem Boden. Wer Code und Inhalte eines geschützten Werks verwendet, braucht eine Erlaubnis, und ein Publisher muss sie nicht erteilen. Bemerkenswert ist die Konstellation trotzdem: Hier wird etwas untersagt, das der Rechteinhaber selbst angekündigt, entwickelt und dann fallengelassen hat.

Ein Argument für das Vorgehen gibt es. Eine Fan-Mod bringt keine Serverstruktur mit, keine Moderation und keinen Betreiber, der für Missbrauch geradesteht – und wer sie spielt, hält sie am Ende für ein Angebot von Sony. Genannt hat das Unternehmen diesen Grund nicht; das Schreiben ist nicht veröffentlicht.

Darum geht es

Quellen

Zurück zum Magazin