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Die Geissens verlassen RTLzwei für ProSiebenSat.1
Bild: ddp/Stoccy
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Die Geissens verlassen RTLzwei für ProSiebenSat.1

Ab der zweiten Hälfte 2027 laufen 20 Doppelfolgen im Jahr bei ProSiebenSat.1. Auf welchem Sender, steht noch nicht fest.

von AdminCut

Carmen und Robert Geiss wechseln zu ProSiebenSat.1. Nach 15 Jahren endet damit „Die Geissens" bei RTLzwei; die neue Staffel läuft in der zweiten Hälfte 2027 an. Vereinbart sind 20 neue Doppelfolgen pro Jahr. Auf welchem Sender der Gruppe sie laufen, hat ProSiebenSat.1 noch nicht mitgeteilt.

„Nach 16 Jahren erfolgreichem Fernsehen bei RTLZWEI ist es für uns an der Zeit, neue Wege zu gehen", ließ sich Carmen Geiss zitieren. RTLzwei bestätigte die Trennung am selben Tag.

Was hier den Sender wechselt, ist kein Format, sondern eine Marke. „Die Geissens" hat RTLzwei über anderthalb Jahrzehnte getragen und dabei mehrere Ableger hervorgebracht. Der Sender verliert damit sein bekanntestes Gesicht in einem Programmsegment, das er selbst zu seinem Kern erklärt hat.

Bemerkenswert ist die Menge.

20 Doppelfolgen im Jahr sind 40 Sendungen – eine Zahl, die eher nach einem Streaming-Vertrag klingt als nach klassischer Reality im Free-TV. Sie verrät, worauf ProSiebenSat.1 setzt: nicht auf einen Quotenhit zur besten Sendezeit, sondern auf Material, das eine Mediathek füllt und sich mehrfach verwerten lässt. Dass der Sendeplatz offen bleibt, passt dazu.

Dazu kommt ein Zeitpunkt, der Fragen offenlässt. Zwischen der Ankündigung und der ersten Folge beim neuen Sender liegt fast ein Jahr. So lange steht eine Marke ohne laufendes Programm da, und ihr Publikum hat keinen Grund, irgendwo einzuschalten. Wer eine solche Frist ankündigt, tut das selten freiwillig; sie deutet auf einen Vertrag hin, der bei RTLzwei noch läuft.

Für RTLzwei bleibt eine Lücke, die sich nicht mit einem Zukauf schließen lässt. Eine Familie, der ein Publikum 15 Jahre lang gefolgt ist, entsteht nicht durch eine Bestellung – sie entsteht durch 15 Jahre.

Wann die letzte Staffel bei RTLzwei läuft, ist noch offen.

Quellen

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