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EU-Behörden prüfen In-Game-Währungen bei neun Spielefirmen
Bild: Werbebild für „Clash of Clans“ (Bild: Supercell)
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EU-Behörden prüfen In-Game-Währungen bei neun Spielefirmen

Minecraft, Valorant und Hunt: Showdown 1896 gehören zu den neun Spielen im Fokus. Zwei der betroffenen Firmen sitzen in Deutschland.

von AdminCut

Das Netzwerk der europäischen Verbraucherbehörden hat am 30. September koordinierte Maßnahmen gegen neun Spielefirmen gestartet. Im Mittelpunkt stehen virtuelle Währungen, die Spieler mit echtem Geld kaufen und im Spiel ausgeben.

Betroffen sind Crytek, InnoGames, King.com, Mojang, Plarium Europe, PLR Worldwide Sales, Riot Games, Supercell und Ubisoft EMEA. Geprüft werden Candy Crush Saga, Clash of Clans, Forge of Empires, For Honor, Gardenscapes, Hunt: Showdown 1896, Mech Arena, Minecraft und Valorant. Crytek sitzt in Frankfurt, InnoGames in Hamburg.

Der Verdacht: Geschäftspraktiken, die gegen EU-Verbraucherrecht verstoßen könnten. Grundlage sind Leitprinzipien der Kommission für virtuelle Spielwährungen. Preise müssen demnach auch in echtem Geld erkennbar sein, mehrere Währungen dürfen Kosten nicht verschleiern, und niemand soll mehr Währung kaufen müssen, als er braucht. Dazu kommen klare Informationen vor dem Kauf, ein 14-tägiges Widerrufsrecht und besonderer Schutz für Kinder.

Bislang ist es ein Dialog. Die Behörden sprechen mit den Firmen einzeln. Genügt das nicht, können nationale Behörden Maßnahmen durchsetzen. Eine Frist oder eine Bußgeldhöhe nennt die Kommission nicht. EU-Kommissar Michael McGrath sagte laut PocketGamer.biz, Spiele müssten fair sein und die Regeln würden von den nationalen Behörden mit Unterstützung der Kommission durchgesetzt.

Video Games Europe und der Entwicklerverband EGDF widersprechen. Sie halten sich für kooperativ und verweisen auf Rechtsunsicherheit bei der Einordnung der Währungen.

Genau dort liegt der Kern. Ist eine Spielwährung wie Geld zu behandeln oder wie ein digitaler Inhalt? Davon hängt ab, ob Preisangaben in Euro Pflicht sind und wann ein Widerruf möglich ist. Laut PocketGamer.biz könnte der Fall zudem den kommenden Digital Fairness Act prägen.

Die Liste trifft nicht nur Gratisspiele auf dem Handy. Minecraft und Hunt: Showdown 1896 kosten Geld und verkaufen ihre Währung zusätzlich dazu.

Quellen

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