
Emmys 2026: Widow's Bay holt 14 Preise, The Pitt gewinnt erneut
Eine Horror-Komödie in ihrer ersten Staffel stellt einen Rekord auf. Die beste Dramaserie ist zum zweiten Mal dieselbe.
von AdminCut
Die 78. Primetime Emmy Awards sind vergeben. Beste Dramaserie ist zum zweiten Mal in Folge The Pitt, beste Comedyserie Widow's Bay. Die Gala fand in der Nacht zum Montag statt.
Widow's Bay kommt auf 14 Emmys und stellt damit einen Rekord für eine Comedyserie auf. Sechs davon fielen bei der Hauptgala, die übrigen bei den Creative Arts Emmys eine Woche zuvor. Bemerkenswert ist der Umstand dahinter: Die Horror-Komödie war mit ihrer ersten Staffel angetreten. The Pitt und DTF St. Louis kamen auf je sieben Auszeichnungen.
Zwei Zahlen, die zusammen etwas über das Jahr sagen.
Eine Erstlingsserie, die 14 Preise abräumt, gibt es nicht alle Jahre – und sie gewinnt in einer Kategorie, in der zuletzt dieselben Titel über Staffeln hinweg dominierten. Gleichzeitig holt The Pitt den Dramapreis erneut, also genau das Gegenteil: Kontinuität statt Wechsel. Die Akademie hat in diesem Jahr beides belohnt.
Bei den Hauptrollen wiederholte Noah Wyle seinen Sieg für The Pitt. Rhea Seehorn gewann ihren ersten Emmy, für Vince Gilligans Pluribus. Matthew Rhys und Jean Smart schrieben jeweils auf eigene Weise Geschichte – beide Fälle sind eigene Meldungen wert.
Die Verteilung der 14 Preise ist dabei aufschlussreicher als die Zahl. Nur sechs fielen bei der Hauptgala, acht bei den Creative Arts Emmys – also in den Kategorien für Kamera, Schnitt, Ton, Ausstattung und Gastauftritte. Eine Serie, die dort abräumt, gewinnt nicht über einen einzelnen Darsteller, sondern über das Handwerk in der Breite. Bei einer Horror-Komödie, die zwei Tonlagen gleichzeitig treffen muss, ist das die schwierigere Disziplin.
Was die Liste für Zuschauer im deutschsprachigen Raum bedeutet, hängt am jeweiligen Rechteinhaber. Ein Emmy verschiebt keinen Starttermin; er erhöht nur den Druck in den Verhandlungen darüber.

