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Capcom meldet Datenleck bei 11,7 Millionen Capcom-ID-Konten

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Capcom meldet Datenleck bei 11,7 Millionen Capcom-ID-Konten

Betroffen sind E-Mail-Adressen und Anmeldedaten, keine Kreditkarten. Wer eine Capcom ID besitzt, sollte jetzt mit gefälschten Mails rechnen.

von AdminCut

Unbekannte haben Daten von 11.774.247 Capcom-ID-Konten abgegriffen. Das hat Capcom am 22. Oktober mitgeteilt. Die Capcom ID ist das gemeinsame Online-Konto, mit dem sich Spieler bei den Diensten des japanischen Publishers anmelden. Den unbefugten Zugriff hat Capcom nach eigenen Angaben am 19. Oktober bemerkt und noch am selben Tag gesperrt.

Bei allen betroffenen Konten liegen E-Mail-Adresse und technische Kontodaten offen: wann das Konto angelegt wurde, wann zuletzt jemand angemeldet war, wie oft, und von welcher IP-Adresse aus die letzte Anmeldung kam. Bei 43 Konten kamen zusätzlich Geburtsdatum, Geschlecht, Land oder Region und der Spitzname hinzu.

Passwörter, die Nutzer selbst gewählt haben, konnten die Angreifer laut Capcom nicht einsehen. Sie haben allerdings bei 196 Konten das Passwort unbefugt geändert. Diese Passwörter hat Capcom zurückgesetzt. Kreditkartendaten sind nach Angaben des Unternehmens nicht betroffen.

Capcom kündigte an, Betroffene einzeln zu benachrichtigen und weitere Erkenntnisse auf seiner Website zu veröffentlichen. Die Untersuchung läuft noch, die Zahlen können sich ändern.

Es ist nicht der erste Vorfall. Im November 2020 hatte ein Angriff mit Erpressersoftware bei Capcom personenbezogene Daten offengelegt, darunter Namen und Adressen von Kunden und früheren Beschäftigten.

Die Zahl klingt dramatischer, als der Inhalt ist, solange kein Passwort im Spiel ist. Gefährlich wird das Leck auf einem anderen Weg. Wer E-Mail-Adresse, Anmeldedatum und letzte IP-Adresse kennt, kann sehr glaubwürdige Betrugsmails schreiben, die sich auf echte Kontodaten beziehen. Genau davor warnt Capcom selbst.

Wer eine Capcom ID besitzt, sollte deshalb Mails mit dem Absender Capcom in den kommenden Wochen besonders genau prüfen und keine Links aus unerwarteten Nachrichten öffnen. Wer dasselbe Passwort auch anderswo verwendet, ändert es besser trotzdem, und wo es angeboten wird, lohnt sich die Zwei-Faktor-Anmeldung.

Quellen

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