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Filmposter

The Death of Robin Hood

2026 Regie: Michael Sarnoski

Während er nach einem Leben voller Verbrechen und Mord mit seiner Vergangenheit ringt, findet sich Robin Hood schwer verwundet nach einer Schlacht wieder, die er für seine letzte hielt. In den Händen einer geheimnisvollen Frau bietet sich ihm eine Chance auf Erlösung.

Hugh Jackman Jodie Comer Bill Skarsgård Murray Bartlett Noah Jupe Jade Croot Faith Delaney Tabitha Smyth Beau Thompson Alfie Lawless Asher de Silva Elijah Ungvary

Trailer

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Besetzung

TMDB-Wertung
6.3/10
250 Stimmen

Rezensionen

Profilbild von AdminCut 1/10

Nach Scream 7 und Disclosure Day dachte ich langsam: Irgendwann muss doch mal wieder ein richtig guter neuer Film kommen. The Death of Robin Hood antwortet darauf sinngemäß: „Halt mal meinen Met.“ 🏹🤦‍♂️ Ich weiß nach diesen 122 Minuten ehrlich gesagt immer noch nicht, warum ich diesen Film gesehen habe. Und bevor jetzt jemand sagt, ich hätte ihn nicht verstanden: Doch, ich sehe durchaus, was Michael Sarnoski erzählen will. Einen gealterten, gewalttätigen Robin Hood, der am Ende seines Lebens mit Schuld, Vergeltung und möglicher Erlösung konfrontiert wird. Das Problem ist nur: Für mich funktioniert davon fast überhaupt nichts. Der Anfang hat mich dabei sogar kurz hoffen lassen. Hugh Jackman gibt hier einen völlig heruntergekommenen, brutalen Robin Hood, und gerade im ersten Drittel geht es teilweise richtig zur Sache. Pfeile durch Köpfe, eingeschlagene Schädel, dreckige Raufereien – das Ganze ist hart, kompromisslos und vermittelt zunächst den Eindruck, dass wir hier vielleicht eine wirklich düstere, erwachsene Neuinterpretation dieser Figur bekommen. Und dann fährt der Film ins Kloster. Und gefühlt gleich mit ins Wachkoma. Nach seiner schweren Verwundung landet Robin in einem abgelegenen Priorat, wo sich der Film praktisch komplett verwandelt. Aus dem brutalen Auftakt wird eine ausgedehnte Meditation über Schuld, Tod und Erlösung. Little Johns Tochter Margaret taucht ebenfalls auf und Robin entwickelt zu ihr eine Beziehung, während seine eigene Vergangenheit immer stärker ins Zentrum rückt. Das kann man natürlich so erzählen. Man müsste dabei nur irgendwann anfangen, eine Geschichte zu erzählen, die mich auch interessiert. Genau daran scheitert der Film für mich komplett. Ich saß irgendwann wirklich da und fragte mich: Wo will das Ding eigentlich hin? Der Film ist langsam, schwer, bedeutungsschwanger und überzeugt offenbar fest davon, gerade etwas unglaublich Tiefgründiges über Gewalt und Vergebung zu erzählen. Bei mir kam davon aber kaum etwas an. Stattdessen zieht sich das Ganze über zwei Stunden und fühlt sich dabei teilweise noch erheblich länger an. Ich sage es mal völlig überspitzt: Von diesen 122 Minuten hätte ich ungefähr 90 streichen können. Dann hätte man vielleicht einen knackigen Kurzfilm über einen kaputten alten Robin Hood gehabt, der sich noch einmal prügelt und anschließend stirbt. 😂 Und ja, der Titel verrät nun wirklich schon, wohin die Reise geht. Irgendwann stirbt Robin Hood. Überraschung! Nur reicht mir allein die Dekonstruktion einer bekannten Figur nicht. Wenn ich einen Mythos auseinandernehme, ihm sämtliche Abenteuerromantik entziehe und stattdessen zwei Stunden über Schuld und Sterblichkeit erzählen möchte, dann muss mich das emotional auch erwischen. Das tut dieser Film bei mir überhaupt nicht. Hugh Jackman kann dafür wenig. Der wirft sich körperlich durchaus in die Rolle und wirkt herrlich verbraucht. Aber selbst eine starke Präsenz kann für mich keine Geschichte retten, bei der ich irgendwann nur noch auf die Uhr geschaut habe. 👎 Film: 10 % Der größte Robin-Hood-Blödsinn, den ich bisher gesehen habe. Langatmig, für mich emotional komplett wirkungslos und nach dem durchaus heftigen Auftakt erschreckend uninteressant. Regalempfehlung? 0,0. Kann man sich schenken. 📺 Bild: 30 % Und normalerweise könnte man jetzt wenigstens sagen: Na gut, Film schlecht – aber dafür sieht die 4K UHD hervorragend aus. Tja. Auch das nicht. Bei der 4K habe ich mich stellenweise ernsthaft gefragt, ob beim Mastering irgendetwas schiefgelaufen ist. Gerade die dunklen Passagen sind für mich eine massive Enttäuschung. Dunkel ist hier teilweise einfach grau. Ein überzeugender Schwarzwert? Fehlanzeige. Kräftige Kontrastverhältnisse? Ebenfalls kaum vorhanden. Gerade bei einem Film, der optisch über weite Strecken so düster inszeniert ist, fällt das natürlich besonders unangenehm auf. Schwarze Bereiche wirken ausgewaschen, dunkle Bildanteile besitzen für mich viel zu wenig Tiefe und insgesamt fehlt diesem Bild genau der Punch, den ich bei einer aktuellen UHD erwarte. Zum Glück gibt es Tageslichtszenen. Die sehen teilweise durchaus ordentlich aus und zeigen, dass grundsätzlich Schärfe und Detailzeichnung vorhanden sind. Aber auch da würde ich niemals sagen: Wow, was für eine 4K! Und das ist besonders bitter, weil die UHD technisch sogar native 4K-Auflösung, HDR10 und Dolby Vision bietet. Auf dem Papier bringt sie also alles mit. Mein tatsächlicher Bildeindruck bleibt trotzdem ausgesprochen enttäuschend. 👎 Bild: 30 % 🔊 Ton: 85 % Dann tatsächlich die Rettung der Disc: die deutsche Dolby-Atmos-Spur. Die ist gut. Dynamik, Räumlichkeit und Sprachverständlichkeit passen, und wenn der Film in seinem brutalen Anfang oder einzelnen späteren Momenten tatsächlich akustisch etwas anbietet, setzt die Tonspur das sauber um. Effekte werden räumlich überzeugend verteilt und das Klangbild besitzt eine angenehme Größe. Das Problem ist hier eher wieder der Film selbst. Denn für eine Atmos-Abmischung gibt es über weite Strecken schlicht nicht besonders viel zu tun. Ein großer Teil des Films besteht nun einmal aus ruhigen Szenen und Gesprächen. Dafür kann die Tonspur nichts – und genau deshalb fällt meine Tonwertung auch deutlich besser aus als die Bewertungen von Film und Bild. 👍 Ton: 85 % Was für eine Serie an Neuveröffentlichungen momentan. Erst Scream 7, dann Spielbergs Disclosure Day und jetzt das hier. So langsam hätte ich wirklich gern mal wieder einen Film, bei dem ich nach zwei Stunden nicht denke: Warum habe ich mir das eigentlich angetan? 😅 The Death of Robin Hood landet bei mir jedenfalls nicht im Sherwood Forest, sondern gedanklich ziemlich direkt neben den anderen Kandidaten der letzten Wochen.